Die Blockade der Strasse von Hormus und die direkten Auswirkungen auf unsere Branche
Am Morgen des 28. Februar 2026 begannen US-Streitkräfte und Streitkräfte Israels den Irankrieg. Am gleichen Tag empfingen Schiffe Funkmeldungen der Iranischen Islamischen Revolutionsgarden, die die Sperrung der Strasse ankündigten. Am 2. März erklärte der Iran erstmals offiziell die Schliessung.
Zwei Tage später passierten statt bisher durchschnittlich 138 Schiffe pro Tag nur noch zwei/2 die Meerenge. Am 5. März passierten sieben/7 Schiffe die Meeresenge, davon waren drei Tanker. Bei den durchgelassenen Schiffen soll es sich um iranische Tanker sowie um Schiffe von chinesischen Reedern oder Auftraggebern handeln. Dennoch war die Zahl der nach einer einwöchigen Blockade beidseits der Meerenge im Stau stehenden Schiffe bereits auf insgesamt fast 1000 angewachsen.
Die wenigen Reeder, die die Durchfahrt riskierten, verlangten Frachtraten, die, im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg, auf das Vierfache und mehr gestiegen waren, was aber angesichts der durch den Krieg deutlich gestiegenen Ölpreise verkraftbar war.
Für unsere Container ist die Strasse keine direkte Hauptroute aber eine Blockade der Hormus-Region ist natürlich ein Kosten- und Stabilitätsschock für den gesamten Container/-Schiffsverkehr. Die gestörten Netzwerke führen zu globalen Kapazitätsverschiebungen. Fazit: Im Iran-Krieg zeichnet sich kein schnelles Ende ab. US-Präsident Donald Trump weist seine Berater an, sich auf eine monatelange Seeblockade einzustellen.
Quelle: Keystone, Reuter, NZZ, SRF/TR


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